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30.04.2005 Prättigau rauf,Prättigau runter, Fanas, Schweiz

PARAnoia Clubmeisterschaft: Fanas, das Bähnchen ist reserviert. Wir Treffen uns am offiziellen Landeplatz in Grüsch. Dort gibt es ein Briefing und sie Einteilung für die Bergfahrt. Leider sind die Plätze relative knapp, alles was Rang und Namen hat (oder auch nicht) scheint hier starten zu wollen.

Relativ spät kommen auch wir oben an, und nach einem kurzen Beraten und Einprogrammieren der Wendepunkte in die verschiedenen GPS Geräte gehts dann hoch an den Startplatz. Fergenhütte retour ist angesagt, wobei, wie es sich später herausstellt, der Begriff 'retour' dehnbar ist.

Ich brauche so meine Zeit für meine Vorbereitungen und nach einem missglückten ersten Versuch den Schirm über mich zu bringen starte ich schliesslich auch. Gestartet wird nach Süden, das habe ich hier and diesem Startplatz noch nicht oft gemacht, ist aber heute ein Vorteil, da sehr viele Piloten hier sind und auf der Nordseite noch tiefer, nasser Schnee liegt.

Beim Start gehe ich rechts über (oder eher um) die Bäume in den Startschlauch. Mit dabei Urs Herzog und Alex Huber, sowie einige weitere Piloten. Das Ausdrehen dieses Schlauches wird eine ziemlich intensive Angelegenheit, es ist eng und nahe am Hang. Doch es geht auch hoch und in kurzer Zeit sind wir an der Basis auf etwa 2700 Meter. Es geht in Richtung Kreuz bei Pany. Ich erwische den Schlauch etwas besser als Urs und Alex, bin wieder schnell oben, doch kann keinen vernünftigen Vorsprung rausholen. Bis zu Madrisa gehts gut voran, dann habe ich eine schlechte Linie und muss etwas unten durch in Richtung Fergenhütte.

Hier lassen mich meine beiden Kollegen hinter sich, dies obwohl Urs noch einen Batteriewechsel an seinem GPS 'durchziehen' muss. Offenbar findet sein Schirm die Ideallinie auch ohne grossen Input von seitens Pilot :-) Ich habe erst kurz vor der Fergenhütte wieder einen guten Thermikschlauch, der mich erst über die Krete, dann auch wieder an die Basis, mittlerweile auf über 3000 Metern, bringt. Die Fergenhütte selbst hätte ich ohne GPS wohl kaum gefunden, zu versteckt ist sie im zerküfteten Gelände inmitten von Schneefeldern. Der Rückflug geht recht flott, zumindest bis kurz vor Pany. Man beginnt den Gegenwind zu spüren, es ist kalt. Es geht mit rekordverd&auuml;chtigen Sinkwerten runter in Richtung Krete. Tatsätzlich komme ich knapp unter der Krete an und sehe mich schon das Tal rausgespühlt, zumal ich definitiv auf der falschen Seite des Kammes bin. Ich habe Glück und ein paar wenige Meter vor den Abdrehen komme ich in das Aufwindband. Es ist zwar schwach, doch reicht es mich über die Krete zu heben.

In de Mulde dahinter finde ich den besten Schlauch des Tages. Mit 4-5 Metern pro Sekunde schiesse ich an die Basis, mitten duch die anderen kreisenden Schirme, die ich hier kurz mal stehen lasse. Von nun an gilt es noch die Talquerung, zurück zum Startplatz in Fanas, zu meistern. Während viele PARAnoianer hier den Flug erst richtig anfangen, gehe ich landen, meine Finger schmerzen von der Kälte und ich habe eigentlich genug vom Gegen-den-Wind fliegen.

Ein herrlicher Flugtag.

Karte mit Flug

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    IGC Datei der Flugroute zum herunter laden.

    Startzeit 12:10 UTC
    Dauer 2:56
    Maximalhöhe 3298 ü.M.
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