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28.05.2005 Im Rudel in Richtung Ost, Engelberg, Schweiz

Im Rahmen des PARAnoia Streckenflugtags treffen wir uns auf der Brunni oberhalb Engelberg. Dabei sind nur fünf Piloten anwesend, die 'Kracks' sind im Engadin, und Fritz verpasst uns um eine halbe Stunde. Es wird beschlossen in Richtung Ost zu fliegen und dabei soll möglichst lange zusammen geflogen werden, jeweils der Letzte an der Basis fliegt zuerst weiter, wird abgemacht.

Innerhalb von ein paar Sekunden starten wir. 'Wir' das sind: Urs und Roland Herzog, Zeno Bauer, Alex Huber und ich. In kurzer Zeit sind wir an der Basis und haben die ersten Probleme mit der 'zuletzt-ankomm-Regel', da alle etwa gleichzeitig oben sind. Roland macht den Anfang und beginnt die Walenstöck zu umfliegen, verliert aber arg an Höhe, sodass ich mich dann an forderster Stelle wiederfinde. Ich fliege direckt ans Giri am Haldigrat und kann in einem ruppigen Schlauch aufdrehen.

Die Andern kommen ebenfalls an und es geht langsam und mühsam in Richtung Briesen. Die Überhöhung des Brisen gestaltet sich als äusserst mühsam, aber schliesslich hängen wir alle unter der Wolke. Weiter gehts nun in Richtung Oberbauen und wieder an der Basis, mittlerweile auf etwa 2500 Metern, beginnen wir die Seequerung zum Ropheien. Alex führt und zeigt uns auch gleich wo es wieder raufgeht.

Langsam gehts nun in Richtung Schächentaler Windgällen, die gut sichtbar am Ende der langen, felsigen Krete steht, darüber eine grössere Wolke. Die Thermik ist zum Teil eng und turbulent, zum Teil schwach und oben dann wieder stark, nicht ganz einfach.

Zeno ist nun etwas tiefer und sucht nach dem Anschluss, Alex fliegt vorne weg. An der Windgällen machen wir nochmals soviel Höhe wie möglich um möglichst hoch über der Passhöhe anzukommen. Urs findet als Erster über den Felsen, die sich nördlich der Passhöhe einen imposanten Abbruch bilden, einen schwachen Schlauch. Ich komme mit etwa 5 Metern über der Schneefläche an und muss erst einmal in engen Achten versuchen Höhe zu machen. Dabei störe ich auch Urs und einen Moment lang bin ich nicht sicher ob wir das schaffen werden. Roland verpasst den Anschluss und muss sich um die Ecke in Richtung Urnerboden schleichen.

Schliesslich schaffen Urs und ich wieder an die Basis zu kommen und einen Schlauch später stösst auch Roland wieder zu uns. Zeno sehe ich nicht mehr, wie sich herausstellt musste er auf dem Urnerboden landen. Mit Alex weit vor uns fliegen wir dem Tal entlang in Richtung Glarnerland. Ich will eigentlich gleich die Querung, hinüber in die sonnigen Flanken der Freiberge machen, doch die Anderen fliegen dem Glärnisch entlang der Schattenseite. Am vorderen Glärnisch erwischt es mich, ich verpasse den Anschluss und gerate den Felsen entlang in ein kräftiges Abwindband (> 5m/Sekunde). Schliesslich entschliesse ich mir zur Flucht nach vorne und beginne die Querung. Der Talwind hat da allerdings andere Pläne und stoppt auch diesen Versuch. Nach fast 4 Stunden Flugzeit lande ich in Glarus.

Urs und Roland schaffen es noch bis zum Walensee.

Zwar ein anspruchsvoller Flug aber es machte viel Spass (und es gab ein paar schöne Fotos).

Karte mit Flug

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    IGC Datei der Flugroute zum herunter laden.

    Startzeit 11:36 UTC
    Dauer 3:47
    Maximalhöhe 2794 ü.M.
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