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23.06.2012 Viel Airtime, Oberi Wengi, Jura

Der Tag hat bereits in der Luft begonnen, LX289 von Johannesburg nach Zürich. Landung kurz nach 6 Uhr, dann nach Hause, auspacken und gleich das Gleitschirmzeugs wieder einpacken. Meine Kollegen vom Gleitschirmclub PARAnoia sind, als ich endlich Zeit finde anzurufen, bereits nach Engelberg unterwegs. Für mich ist das zu spät, zudem schätze ich die wenigen Wetterinformationen die ich mir ansehen konnte so ein, dass der Jura sowieso die bessere Wahl ist.

So fahre ich in Richtung Balmberg, entscheide mich dann allerdings für die Oberi Wengi nachdem ich sehe, dass doch mehr Bise vorhanden ist als erwartet.

Dort muss ich lange auf den Start warten, der Wind kommt viel von hinten, Abschattungen tun ihr übriges. Dann kurz nach 12 Uhr kommt plötzlich ein satter Wind von vorne, auch die Sonne ist mal nicht hinter den vielen Wolken. Der übliche Startschlauch trägt nicht, aber über dem kleinen Wäldchen vor dem Startplatz finde ich einen sehr schwachen Schlauch. Den muss ich nutzen, alles andere wäre ein sicheres Absaufen. Nach vielen Drehungen gewinne ich langsam an Höhe und finde mich schliesslich an der Basis wieder. Tango ist nicht aktiv, allerdings spielt das keine Rolle, da die Basis noch unter der kritischen Höhe von 1700 Metern liegt.

Ich fliege zur vorderen Krete, kann dort relativ locker wieder an die Basis drehen. Nun in Richtung Balmberg, wo ich knapp über dem Startplatz ankomme und auch wieder Höhe machen kann. Die Schläuche stehen zum Teil weit draussen und nicht über der Krete. Weiter zu Weissenstein. Hier finde ich kaum Anschluss und versuche mein Glück wieder weiter weg vom Gelände. Relativ tief finde ich wieder Anschluss, bin nun aber schon fast über Solothurn.

Nun entscheide ich mich fürs Mittelland. Von nun an wirds schwierig. Die Schläuche sind schwach und ich drehe viele Null-Schieber aus, immer in der Hoffnung dieser wandle sich schliesslich in einen richtigen Schlauch. Diese Taktik funktioniert. So fliege ich nach Herzogenbuchsee, dann (hoch oben) am Flugplatz Bleienbach vorbei, alte Errinnerungen werden wach: Hier gewann ich meinen zweiten Schweizermeister Titel im Fallschirmspringen, (in einem früheren Leben).

Dann via Langenthal nach Zofingen. Dort versuche ich drei mal wieder in Richtung Olten an die Jurakette zu kommen, drei mal finde ich mich fast am gleichen Ort auf mikrigen 1300 Metern wieder. Zu dieser Zeit bin ich schon über 4 1/2 Stunden in der Luft, bin müde und entschiesse mich schliesslich zur Landung in Riehen.

Schwieriger Flug, aber herrlich. Und schlafen werde ich heute Abend auch gut :-)

Karte mit Flug

  • Fotos

  • Flug Details

    IGC Datei der Flugroute zum herunter laden.

    Startzeit 12:05 UTC
    Dauer 4:56
    Geflogene Distanz 57 km
    Maximalhöhe 2055 ü.M.
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