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12.07.2002 Jura mit etwas Glück, Schweiz

Oberi Wengi. 12:00. Die zuerst gestarteten Kratzen links vom Startplatz beim Felsen. Ich weiss, dass ich mir das mit meinem Schirm (und meinem Gewicht)nicht leisten kann. Also bleibe ich stur in der Mulde beim Startplatz wo ich schwaches Steigen gefunden habe. Diese Entscheidung scheit richtig zu sein, langsam gewinne ich an Höhe und erreiche schliesslich die Basis auf etw2 1800 Meter. Alfredo Studer ist auch \'aus den Schneider\', das lange Kratzen hat sich gelohnt. Nur Roger Bruhin ist noch ziemlich weit unten. Einige weitere Piloten sind bereits gelandet :-(

Nun ich fliege langsam in Richtung Osten. Die Wolken zeigen eine westliche Windrichtung an, mein GPS verrät mir aber, dass ich etwas durch eine östliche Komponente unterstützt werden. Von nun an gehst fast gratis. Die Thermik steht zuverlässig und ich kann grosse Teile der Strecke delphinieren. Einzig muss ich mich immer wieder auf dei Wolken konzentrieren, immer wieder muss ich ausweichen, einige Male sogar die Ohren anlegen.

Kurz nach dem Weissenstein quere ich auf die vordere Krete, da es hier nicht abgeschattet ist. Hier kriege ich auch Gesellschaft. Zwei Deltas und einige Gleitschirme. Ich fliege weiter der vorderen Krete entlang, lasse mich über den Mont de Romont direckt in Richtung Chasseral wieder leicht zur¨ck versetzen.

Kurz vor dem Chasseral komme ich unter die Krete, werde durchgeschüttelt und sehe mich bereits nach einer geeigneten Landmöglichkeit um, als ich über einer kleinen Waldlichtung ein schwaches Steigen finde. Ich drehe ein und kann mich langsam wieder zurück ins Spiel bringen. An der Basis auf etw 2100 Metern, ist es hier ziemlich sportlich. Mehrere Klapper, dazwischen Ohren rein, Wolken ausweichen, bin ich schliesslich dankbar als ich die Talquerung in Richtung Vue des Alps fortsetzen kann.

Nun ist es immer mehr abgeschattet, und ich muss meinen Kurs in Richtung Chézard - St. Martin ändern hier scheint die Sonne noch. Erst in etwa 150 Metern über dem Dorf finde ich wieder ein schwaches Steigen. Ich kann mein Glück kaum fassen und konzentriere mich auf ein suberes flaches zentrieren. Zurück an der Basis gehts wieder flott über Le Crêt in Richtung Les Ponts-de-Martel.

Die Abschattung lässt nun kaum noch Sonne durch und meine Chancen schwinden. Der Mont Racine wäre jetzt die besser Wahl, ich bin aber zu tief um noch zu wechseln und fliege langsam der hinteren Krete entlang. Der Gegenwind ist jetzt deutlich spührbar. Einige Kilometer vor Couvet stehe ich schliesslich am Boden. Nach fast vier Stunden Flug, 80 Kilometern herrlichem Flugspass bin ich zufrieden - so macht es Spass !

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    Dauer 3:55
    Geflogene Distanz 81 km
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