Zähler

09.06.2004 Aus 4000 Metar über dem Arlberg, Motta Naluns, Sch

Zusammen mit den beiden Streckenflug-'Cracks' André und Alfredo fuhr ich frühmorgens ins Engadin, nach Scuol um genau zu sein. Der Wetterbericht war vielversprechend, hohe Basis und wenig Wind war angesagt. Kurz vor elf starten meine beiden Freunde, ich versuche zu folgen, habe aber meinen neuen Schirm noch nicht so im Griff und muss den Start abbrechen. Schliesslich, die beiden sind schon an der Basis und fliegen los, komme auch ich in die Luft. Allerdings ist mein Start alles andere als professionell.

Ohne Probleme geths auf über 3000 Meter, ich fliege ebenfalls in Richtung Martina, zwei Thermikschläuche hinter den Beiden. Es geht flott voran, die Basis ist wirklich hoch und die Thermik schön ruhig und zuverlässig. Nach etwa 1 1/2 Szunden setze ich zur Querung and den Venet bei Landeck an. Meine beiden Vorflieger habe ich mittlerweile aus den Augen verloren. Einzig Reto ist mit seinem Drachen noch in meiner Nähe.

Vom Venet quere ich an die Norseite des Inntals und beginne in Richtung Arlberg zu fliegen. Die Thermik ist nun turbulenter geworden, die Steigraten sind gut und so fliege ich hoch. Kurz vor dem Arlberg sehe ich einen Schirm vor mir. Er ist tief und scheint Mühe zu haben, wieder hoch zu kommen. Es muss André oder Alfredo sein, die ich eingeholt habe. Ich bin mehr als zufrieden, dass ich mit meinem 2-er mit diesen Cracks einigermassen mithalten kann.

Mittlerweile ist die Basis auf 3700 Meter angestiegen, kurz vor dem Arlberg erreiche ich die 4000 Meter Marke. Alfredo überholt mich wieder, er fliegt weit draussen eine bessere Linie und ist natürlich schneller. Nach dem Arlberg sehe ich weit unten André, der sich nur mit Mühe in der Luft halten kann, wie er mir später erzählt. Die Thermik wird nun immer schwieriger, die Schläuche sind eng und pulsieren. Bei Bludenz kommt André wider hoch und überholt mich auch prompt. Er setzt sofort zu Querung an während ich die Ecke noch etwas verlängere. Die ist ein Fehler, denn die Thermik wird immer schwieriger und ich muss die Querung in Richtung Schruns ganze 700 Meter tiefer anstetzen als André. Auch stimmt meine Flugvorbereitung nicht mehr, ich bin mir nicht sicher welchen Weg zu nehmen. Zudem bin ich müde, nach 6 Stunden Flugzeit. So versuche ich noch die Krete nach Klosters zu überfliegen, doch fehlem mir einige Meter. Eine dichte Cirrenschicht breitet sich vom Bodensee her aus und schwächt die Thermik zusätzlich. Ich entschliesse mich zur Landung in Schruns(A).

Für mich waren es gleich zwei Bestmarken, mit 133 km der weiteste Flug, mit 6 Stunden 30 Minuten auch der längste und so viele Male war ich auch noch nicht auf 4000 Metern. Und das erst der zweite Flug(abgesehen vom 10 Minütigen Einfliegen) mit meinem neuen Aeron.

Karte mit Flug

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    IGC Datei der Flugroute zum herunter laden.

    Startzeit 10:56 UTC
    Dauer 6:35
    Geflogene Distanz 133 km
    Maximalhöhe 3923 ü.M.
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