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02.07.2011 Übers Mittelland

Ziemlich viel Wind, aber vielleicht gehts. Urs, Roland und ich fahren nach Matzendorf. Die Oberi Wengi fällt gleich mal weg, zu stark ist der Wind aus nördlicher Richtung. Die Schwängimatt bietet sich an. Allerdings sind wir dort etwas zu früh, zudem ist der Wind an der oberen Grenze. Also warten wir. Es kommen mehr und mehr Piloten, und lange Zeit will keiner den Wind-Dummy spielen. Schliesslich startet der Erste und dreht gleich auf. Urs ist einer der Nächsten, gefolgt von Roland. Ich habe mich noch nicht fertig ausgerüstet, so dauerts noch etwas. Schliesslich starte auch ich und drehe mich langsam hoch. Allerdings erst nach einer Weile gelingt es mir den richtigen Schlauch zu finden und bis auf 1700 Meter aufzudrehen.

Es versetzt mich gleich über die Krete, raus ins Mittelland. So fliege ich den Wolken nach in Richtung Langenthal. Es ist zwar nicht einfach - Geduld ist gefragt - aber ich komme nie wirklich tief und kann mich so von Wolke zu Wolke kämpfen. Meine Freunde habe ich längst aus den Augen verloren, sehe aber vor, hinter und etwa 2 Kilometer neben mir noch andere Gleitschirme. Dazu immer wieder Segelflieger und hie und da ein Delta.

Ich fliege etwas westlich an Langenthal vorbei, durch die 5km Zone von Bleienbach, in der ich mich allerdings genug hoch halten kann und so den spärlichen Flugbetrieb nicht störe. Bei Huttwil komme ich langsam in Entscheidungsnot. Mit dem Wind direkt über das zerfurchte Napfgebiet, gegen Westen in Richtung Thun oder aber etwas Crosswind/Gegenwind in Richtung Sempachersee. Gegen Westen liegt der TMA von Bern und über den Napf möchte ich mich bei dem Wind nicht spülen lassen. Also Richtung Sempachersee - Zug.

Nun wirds immer hackiger, dafür gehts auch mal schön hoch, bis auf 2000 Meter.

In Hüswil findet ein Openair statt, im Schlauch wird die Musik bis zu mir hochgeweht.

Ich finde immer wieder Schläuche die mir die nötige Höhe beschaffen um die grossen, hügeligen Gebiete abseits von Bus und Bahn zu überbrücken. Vorbei an Willisau, dort finde ich wieder Anschluss an die Basis, in Richtung südliches Ende des Sempachersees. Bei Buttisholz kann ich nochmals suf über 2200 Meter aufdrehen. Mein 6030 warnt mich nun for dem CTR Emmen. Ich schalte meinen Funk ein, wähle die Frequenz von Emmen Tower und melde mich an: \\\"Emmen Tower, Paraglider 26019. Sempach Station, 5300 Feet\\\". Einige Sekunden später die Antwort ab Band: \\\"Emmen Tower not active\\\". Ok, das wäre auch gelöst. Allerdings komme ich nun langsam tief und brauche unbedingt etwas Höhe. Und hier sind die Wolken eher rar.

Kurz vor der Autobahnraststätte Neuenkirch, drehe ich ab und fliege zum Bahnhof von Sempach, schliesslich habe ich keine Lust noch meilenweit laufen zu müssen. Einige hundert Meter vom Bahnhof entfernt lande ich nach über 3 Stunden Flugzeit und über 50 Kilometern Flachlandflug in einer frisch gemähten Wiese.

Karte mit Flug

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  • Flug Details

    IGC Datei der Flugroute zum herunter laden.

    Startzeit 13:58 UTC
    Dauer 3:18
    Geflogene Distanz 56 km
    Maximalhöhe 2198 ü.M.
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