|
| News | Software | Wetter | Flüge | Beiträge | Thermikfliegen | Gallerie | Suchen |
| 17. August. 2002 | Ein Traum, Goms - Schweiz |
|
Neuster Flug Nächster Flug Vorheriger Flug |
Ein Traum von einem Flug. Zuerst ein Albtraum: Die schwache Thermik am Startplatz lässt kaum Spielraum und die Luft ist extrem Polyesterhaltig. Auch wenn man sich noch so konzentiert ist es schwierig, sich immer schön einzureihen und keinem quer vor den Flügel zu geraten. Allerdings ein Schirm der sich gegen die allgemeine Flugrichtung dreht nervt auch mich. Schliesslich schaffe ich es mich nach hinten abzusetzen und schliesslich auch das Eggishorm um ein paar Meter zu überhöhen. Hoch genug um die Querung nach Bellwald in Angriff zu nehmen. Immer noch viele Schirme, doch langsam wirds überschaubarer und kann mich nun von Rippe zu Rippe (oder Gale zu Gale wie man hier sagt) in Richtung Sidelhorm kämpfen. Die Thermik wird immer besser und geht immer höher. Am grossen Sidelhorn kommer ich bereits auf 3500 Meter. Ich sehe einige Piloten tief unten vor dem Grimsel, der Nägelisgrat und das Urserental sieht ziemlich blau aus, so bleibe ich bei meinem Plan und kehre kurz vor dem (kleinen) Sidelhorn um. Nun fliege ich ganz hinten auf der Krete in Richtung Löffelhorn. Die Aussicht ist phänomenal. Plötzlich sehe ich einige Gleitschirme am Finsteraarhorn. Nun werde ich unschlüssig: Streckenflug oder zum Finsteraarhorn. Der Entscheid ist schnell getroffen. Das Finsteraarhorn habe ich schon auf so vielen Flügen bewundert. Einmal dort hinten an den schwarzen Felsen über den Gletschern zu fliegen war schon immer ein Traum. So drehe ich am Galmihorn auf 3700 Meter und beginne auf das Finsteraarhorn zuzufliegen. Wenn man dort oben hängt und die zwar wunderschöne Gletscherwelt sieht, aber auch weiss wie gefährlich diese Gegend sein kann, wird einem schon etwas anders zu Mute. Allerdings überzeugen mich die mittlerweile auf ungefähr 15 Gleitschirme angewachsene Gruppe, das es funktioniert. Bereits am Finsteraarothorn gehts wieder, etwas pulsierend zwar nach oben. Das Variometer zeigt mittlerweile 3900 Meter, 3950 Meter, 3980 Meter, ich nähere mich der magischen Grenze von 4000 Metern. Es kommt noch besser, mit fast 4300 Metern kann ich schliesslich auf das Finsteraarhorn herunterschauen. Nach einer Weile fliger ich weiter, quer über den Fieschergletscher dem Aletschgletscher entlang zurück zum Eggishorm. Dort fliege ich auf 3700 Meter weiter in Richtung Riederfurka. Der Rest des Fluges ist dabei eher langweilig...
Flugzeit: 4 Stunden 15 Minuten
|
Startschlauch &ueml;ber der Galvera, als es noch wenig Piloten in der Luft hatte...
Über dem Galmihorn.
Das Finsteraarhorn !
Über dem Finsteraarhorn! Foto von Beat Schmutz, er erreichte eine Höhe von 4600! |
|
Zuletzt Geändert:
1. September 2002 |
©Softtoys 2002, dz |